Untertauchen in der Grenzregion

44 außergewöhnliche Geschichten im Nationales Untertauchermuseum in Aalten

noch zu sehen bis einschiesslich 28. August 2016

Mit einiger Regelmäßigkeit werden dem Aaltener Museum Erinnerungsgegenstände mit den dazugehörigen Geschichten angeboten. So wächst die Sammlung „Untertaucher-Geschichte“ stetig. Dies erschien den Mitarbeitern Anlass genug, eine neue Ausstellung zu diesem Thema zu präsentieren.

In den Krisen- und Kriegsjahren wurde – meist in aller Stille – im Achterhoek Großes geleistet. Während des Krieges hatte fast jeder Bauernhof im sogenannten „Untertaucherdorf“ Aalten einen, meist sogar mehrere Untergetauchte im Haus. Die Achterhoeker Grenzregion, in der letztendlich auch eine der größten Widerstandsorganisationen der Niederlande aus der Taufe gehoben wurde, hat eine eigene, ganz spezielle Widerstands- und Untertaucher-Geschichte.

In 44 Geschichten wird das Phänomen der Untergetauchten in der Achterhoeker Grenzregion während des Zweiten Weltkrieges aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Es gibt dabei nicht nur Geschichten von untergetauchten Juden, sondern auch von Familien, die ihnen Unterschlupf boten, von abgeschossenen ausländischen Piloten, Widerstandskämpfern und jungen Männern, die den erzwungenen Arbeitseinsatz in Deutschland verweigerten. Auch der Widerstand jenseits der Grenze und deutsche Deserteure kommen zum Zuge.
Schon seit den Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts kamen Nazi-Flüchtlinge über die Grenze.

Wie sich das Leben als Untergetauchter gestaltete, verdeutlichen Original-Dokumente, Tagebücher, Fotos und Gegenstände, die manchmal mit Berichten von Familienmitgliedern oder Zeitgenossen ergänzt sind. Es gibt Informationen über örtliche wie auch überregionale Organisationen hinter den Untergetauchten: Der Arzt und die Geistlichen sowie der Einfluss der lokalen Behörden in Aalten, Dinxperlo, Varsseveld, Lichtenvoorde und Winterswijk.

Wichtige Widerstandskämpfer waren „Tante Riek“ alias Piet und Heleen Kuipers-Rietberg, „Frits de Zwerver“ = „Fritz, der Vagabund“ alias Pfr. Frederik Slomp und „Ome Jan“ = „Onkel Jan“ alias Jan Wikkerink. Sie beließen es nicht bei Worten, sondern gründeten 1942 in Aalten die landesweit operierende „Organisation zur Hilfe für Untergetauchte“ (LO).

Der Aaltener Widerstandskämpfer Jan Wikkerink erhält in dieser Ausstellung besondere Aufmerksamkeit. Während des Krieges kannte jeder seinen Namen. Er war berühmt wegen seiner Weisheit und seiner Rolle im Widerstand. Nach dem Krieg besuchte Königin Wilhelmina ihn und seine Familie zu Hause in Aalten, und er wurde mehrfach geehrt. Die erhaltenen Auszeichnungen werden in der Ausstellung ebenfalls gezeigt.

Foto Abbildung des Spielzeug-Flugzeugs, das der kleine Untertaucher Joop Levy zu seinem 8. Geburtstag bekam. Sein ebenfalls untergetauchter Cousin Jonny Levy und der russische Pilot Alex Sidorov haben es in ihrem Versteck gebastelt. Sammlung Nationales Untertauchermuseum, Aalten.

Flyer A-5 vk Onderduik LR
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1945 - NIEDERLAGE. BEFREIUNG. NEUANFANGSara Sander