Roy Kay
In der Nacht vom 16. auf den 17. Juni 1944 wurde ein britischer Bomber über dem Weiler Barlo bei Aalten abgeschossen. Das Flugzeug, ein Lancaster MF 840BQ/V Bomber der 550. Staffel, befand sich auf dem Rückflug von einem Angriff auf die synthetischen Ölraffinerien in Sterkrade, nördlich von Essen, als es von einem deutschen Nachtjäger unter Beschuss genommen wurde. Über Barlo verlor die Lancaster einen Teil des Leitwerks und stürzte in der Nähe von „De Radstake“ in Varsseveld ab.
Sechs der sieben Besatzungsmitglieder kamen ums Leben: G.S. Smit, Pilot; J.J. Berg, Navigator; L. Pulfrey, Bombenschütze; R. Townsend, Funker; J. Tizard, Turmschütze und J. Heath, Heckschütze. Leslie Pulfrey verließ als Erster das brennende Flugzeug über Barlo, überlebte den Absprung jedoch nicht.
Bordingenieur Roy Kay war der Einzige, der den Absturz überlebte. Er kam mit dem Fallschirm herunter und war nur leicht verletzt. Der Widerstand – Ome Jan, seine Tochter Jo Wikkerink und der Pilotenhelfer Wissink – brachte ihn in Sicherheit, sodass er sicher nach England zurückkehren konnte. Während seiner Rückreise sammelte er viele Informationen, die er an die Amerikaner weitergab.
Die sechs gefallenen Flieger liegen nebeneinander auf dem Friedhof Rentinkkamp in Varsseveld begraben. Roy Kay verstarb am 23. März 2009 in England.
Im Jahr 2014 schenkte Frau Jo Bulsink-Wikkerink das gesamte Material mit der Geschichte dem Nationalen Untertauchermuseum (Nationaal Onderduikmuseum) in Aalten.
Am Samstag, den 13. August 2016, besuchte die Witwe von Roy Kay, über 90 Jahre alt, zusammen mit ihrer Tochter Alison, ihrem ältesten Sohn Paul und dessen Sohn George die Gedenkstätte in Barlo. Sie wurden von Herrn und Frau Ploeger (Enkelin des Aaltener Widerstandskämpfers Ome Jan Wikkerink) begleitet. Ebenfalls anwesend waren Herr und Frau Wissink aus Den Haag. Onkel Alex Wissink bot Roy Kay in Den Haag 40 Tage lang Unterschlupf, ebenso wie seine Schwester aus Krefeld (Deutschland) und eine Großnichte; die Enkelin von Alex Wissink aus Amerika mit ihrem Sohn war ebenfalls anwesend. Ebenfalls aus England angereist war ein Neffe des gefallenen Navigators J.J. Berg: Gary Berg.
An der Gedenkstätte am Gandvoortweg wurden Blumengestecke niedergelegt, und Gerrit Hendrik van Eerden erzählte die Geschichte der Ereignisse in der Nacht vom 16. auf den 17. Juni 1944.






