Wim Obbink
(Aalten, 1921)
Mitglied der 1. Kompanie DNB
Ein kurzes Leben voller Mut und Musik
Hendrik Willem (Wim) Obbink wurde am 2. August 1921 in Aalten geboren. Er arbeitete als Buchhalter und war musikalisch begabt; während illegaler Gottesdienste spielte er die Orgel. Ab September 1944 führte er een Tagebuch, in dem er lebhaft beschrieb, wie der Krieg Aalten beeinflusste.
Trotz der Gefahr blieb er optimistisch und suchte stets nach Wegen, den Besatzer zu überlisten. In den letzten Kriegsmonaten versteckte er den kanadischen Piloten Bill Harvey in der Scheune und nach der Befreiung brachte er Harvey sicher zur kanadischen Armee.
Im April 1945 schloss sich Wim dem Dutch National Battalion (DNB) als Dolmetscher und Stabsmitglied an. Auch dort brachte er Menschen zusammen – es gelang ihm sogar, ein Akkordeon aufzuspüren, um seine Kameraden zu unterhalten. Am 10. Mai schrieb er in seinem letzten Brief begeistert nach Hause, dass er für ein weiteres halbes Jahr unterschrieben habe. Drei Tage später, am 13. Mai, schlug das Schicksal zu.
Wim verunglückte in Amersfoort bei einer Kollision mit einer kanadischen Kolonne. Am 17. Mai 1945 wurde er mit militärischen Ehren in Aalten beigesetzt. Sein Tagebuch und seine Taten hinterließen einen unauslöschlichen Eindruck – eine Geschichte von Mut, Menschlichkeit und Musik in einer dunklen Zeit.







