Ton van Maanenberg
(Amsterdam, 1916)
Mitglied der 1. Kompanie DNB
Als „Rooie Ton“ an vorderster Front im Widerstand
Ton van Maanenberg kämpfte im Mai 1940 als Sergeant beim 7. Infanterieregiment gegen die deutsche Invasion. Als Zollbeamter in Aalten beteiligte er sich anschließend am Widerstand. Im April 1943 tauchte er unter, nachdem die Besatzer niederländische Offiziere dazu aufgerufen hatten, in der deutschen Kriegsindustrie zu arbeiten.
Knokploeg Aalten
Unter seinem Decknamen „Rooie Ton“ schloss er sich der Knokploeg Aalten (Aaltener Stoßtrupp) an, die Sabotageakte durchführte und Untergetauchten half. Unter der Leitung von „Ome Jan“ Wikkerink arbeitete er eng mit Mitstreitern wie Jan Ket, Henk van ’t Lam, Ben te Brinke und Feitze de Vries zusammen.
Waffenabwürfe und die NBS
Im September 1944 wurde er Mitglied der Niederländischen Inländischen Streitkräfte (NBS), Region 5, unter der Leitung von Bob Krul, dem späteren Kommandanten des Dutch National Battalion (DNB). Van Maanenberg organisierte alliierte Waffenabwürfe und gab Widerstandsgruppen Trainings zur Vorbereitung auf die bevorstehende Befreiung.
Das DNB und Auswanderung nach Australien
Nach der Befreiung von Aalten wurde Ton Mitglied des Dutch National Battalion. Am 16. April 1945 stand er bei dem Appell auf dem Marktplatz in Aalten in der vordersten Reihe. Er half bei der Bewachung von Kriegsgefangenen und der Räumung von Minen. 1952 erhielt er das Bronzekreuz für seinen Mut und seine Führungsqualitäten. Später in diesem Jahr emigrierte er mit seiner Familie nach Australien. Über seine Taten im Widerstand sprach er danach nur selten.
Ton van Maanenberg verstarb am 13. Januar 1995 in Melbourne, Australien.







