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Jo Kamphuis

(Aalten, 1925)

Mitarbeiter im DNB-Stab

Eine hochgewachsene Dame mit Courage

Jo Kamphuis wurde am 7. April 1925 in Aalten geboren. Während des Krieges engagierte sie sich im Widerstand und schloss sich der LKP (Landelijke Knokploegen) an. Sie kannte die Männer der Widerstandsgruppe auf dem Bauernhof „De Bark“ und lernte dort Rie Vermaas kennen. Nach einem Überfall auf das Verteilungsamt in Eibergen brachte Jo Säcke mit Lebensmittelkarten zum LO-Leiter „Ome Jan“ Wikkerink, der diese unter den Untergetauchten verteilte.

Nach der Gründung der Inländischen Streitkräfte (Binnenlandse Strijdkrachten) im September 1944 übernahm Jo den Nachrichtendienst zwischen den Widerstandsgruppen in Aalten, Varsseveld und Zieuwent. Sie war mit Truida Prinzen vom „Somsenhuis“ neben „De Bark“ befreundet. Dort hielten sich ab November 1944 sieben alliierte Piloten auf: vier Amerikaner, ein Engländer, ein Kanadier und ein Australier. Jo brachte ihnen Vorräte, sprach Englisch mit ihnen und hielt den Kontakt aufrecht.

Während der Befreiung von Aalten wurde ihr Elternhaus zerstört, und sie verlor ihre 14-jährige Schwester. Zusammen mit Rie Vermaas schloss sie sich dem Dutch National Battalion (DNB) bei. Sie arbeiteten im Stab von Major Verhees in Roermond, wobei sie stets getrennt von ihren männlichen Kollegen übernachteten und von diesen stets mit großem Respekt behandelt wurden. Als sie verpflichtet werden sollte, zum Frauenhilfskorps (Vrouwelijk Hulpkorps) zu wechseln, reichte Jo ihre Entlassung ein.

Jo heiratete Johannes Albertus de Graaf und lebte in Hoogvliet. Sie verstarb am 10. September 1992.

Jo Kamphuis

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