Jan de Vriend
(Leiden, 1923)
Mitglied der 3. Kompanie DNB
Aus dem Untertauch im Widerstand
Jan de Vriend wurde am 6. Mai 1923 in Leiden geboren. Sein Vater war Berufsmilitär. Beim Ausbruch des Krieges gelang es der Familie Vriend nicht, mit einigen anderen von Calais nach England zu fliehen. 1941 tauchte Jan unter, um dem verpflichtenden Arbeitseinsatz zu entgehen. Nach einer Zeit in Limburg fand er Unterkunft auf dem Bauernhof Woltas in Zieuwent, einem Bollwerk des Widerstands. Hier wurde er in den Untergrund und die Binnenlandse Strijdkrachten (BS) verwickelt. Im November 1944 half er beim Abholen von Munition, die von englischen Flugzeugen im Aaltense Goor abgeworfen worden war.
Dienst beim Dutch National Battalion
Nach der Befreiung schloss er sich direkt dem Dutch National Battalion (DNB) an und diente in der 3. Kompanie unter Kommandant Jan Tinge und Peloton-Kommandant Henk Hulshof. Zusammen mit dem 47. Regiment der First Canadian Army zog er durch die Niederlande. Während dieser Periode wuchs eine enge Freundschaft mit Henk Hulshof und Jos Zewald, die ein Leben lang bestehen bleiben sollte.
Nach der Kapitulation am 5. Mai 1945 unterschrieb er für sechs Monate zusätzlichen Dienst und wurde in Dodewaard und Tiel eingesetzt. Dort bewachte er hunderte deutsche Kriegsgefangene und half bei der Zerstörung von Kriegsgut und deutschen Armee-Gütern.
Nach dem Krieg
Nach dem Krieg arbeitete Jan bei dem Bauunternehmen Arnhem Zuid. Ende 1951 heiratete er Joop Rutges. Sie bekamen eine Tochter und vier Söhne. Jan de Vriend starb am 30. Oktober 1992 in Den Bosch.







