Buchpräsentation ‚Die 46 der Rademakersbroek‘ | 24. Juni 2025
Aalten Vooruit – von Jos Wessels
Am 24. Juni wurde das Buch ‚Die 46 der Rademakersbroek‘ im Nationalen Versteckmuseum (NOMA) in Aalten präsentiert. Hans de Beukelaer vom Verlag Fagus überreichte das erste Exemplar der Autorin Kirsten Zimmerman. Im Raum befanden sich unzählige Verwandte, meist Enkelkinder, der 46 Männer, die am 2. März 1945 aus dem Gefängnis De Kruisberg in Doetinchem geholt wurden, um auf einem Feld hinter dem De Tol-Bauernhof an der Aaltenseweg in Varsseveld erschossen zu werden. Dies geschah als Vergeltung für die Ermordung von vier deutschen Soldaten durch den Widerstand. Dies geschah vier Wochen vor der Befreiung. Kirsten Zimmerman hat die Geschichte hinter all diesen 46 Männern nachgeschlagen, sodass die Toten in diesem Buch ein Gesicht bekommen.
Derk Jan te Rietstap und Gerrit Jan Ormel
Derk Jan te Rietstap und Gerrit Jan Ormel sind Schwager und leben in Kloosterhaar im Nordosten von Overijssel. Ihre Familien haben weiterhin Verbindungen zu Aalten. Beide waren im Widerstand aktiv und beide wurden im Januar 1945 von den Deutschen verhaftet. Dann beginnt Pietertje te Rietstap, Derk Jans Frau, ein Tagebuch. Sie ist schwanger und möchte alles aufschreiben, was ihrem Mann wichtig ist. Dann kann er es lesen, wenn er nach dem Krieg zurückkommt. Sie weiß nicht, dass er und sein Schwager beide im Rademakersbroek erschossen wurden.
Im April 1945 kam die Befreiung, und kurz darauf erfuhr sie, dass ihr Mann erschossen worden war. Dann hört das Tagebuch für zehn Tage auf. Dann schreibt sie weiter und beginnt so: ‚Bis jetzt habe ich für meinen Mann geschrieben. Von jetzt an werde ich für euch schreiben, Kinder. Dass du weißt, was Krieg ist.‘
Einige Monate später wurde ihr Sohn Derk Jan junior geboren; Er ist heute im Zimmer und erzählt diese Geschichte. Das Buch von Pietertje te Rietstap ‚Dass du weißt, was Krieg ist‘ ist ebenfalls im NOMA erhältlich.
Geschichten von Verwandten
Kirsten Zimmerman aus Amsterdam hatte bereits mehrere Veröffentlichungen über den Krieg auf ihrem Konto. Sie war von der Geschichte der Hinrichtungen fasziniert, da ihr Onkel Wim Gerritsen eines der Opfer war.
Sie durchsuchte die Archive und sprach mit Verwandten. Sie erhielt viel Unterstützung vom NOMA-Forschungsteam, auch bekannt als die ‚Story Catchers‘. Auf diese Weise erhielt Zimmerman allmählich eine schlüssige Geschichte von den Männern, wie sie Widerstand leisteten und schließlich zum ‚Todeskandidate‘ ernannt wurden.
Gerda Brethouwer von der NOMA spricht mit Familienmitgliedern der Hingerichteten im Raum. Es wird deutlich, wie groß die Auswirkungen auf die Familien sind, eine Wirkung, die über Generationen hinweg anhält. Viele der 46 hatten kleine Kinder und mehrere Ehefrauen waren schwanger; Ihr Kind wurde nach dem Krieg geboren.
Oft fiel es den Frauen und anderen Familienmitgliedern schwer, über dieses traumatische Ereignis zu sprechen. „Meine Mutter Pietertje sprach auch sehr wenig darüber“, sagt Derk Jan te Rietstap junior. „Ich habe meinen Vater erst später durch das Tagebuch meiner Mutter kennengelernt.“
Wir waren sehr gute Teenager“, sagt ein anderer Mann. „Wir könnten unseren Müttern nicht mehr wehtun.“
‚Warmblütig
Infundiert
unsere Felder
Die Hinrichtungen am 2. März 1945 waren auch für die Familie Kraaijenbrink, die auf De Tol am Aaltenseweg lebte, traumatisch. Einige Söhne sind in der Halle. Die Männer wurden auf ihrem Feld erschossen. Nach der Hinrichtung kamen die deutschen Soldaten herein und forderten Kaffee.
Einige Soldaten, die wahrscheinlich zum Hinrichtungskommando gehörten, waren völlig enttäuscht.
In jenem Sommer wuchs das Getreide an der Hinrichtungsort höher als anderswo. ‚Wir werden dieses Getreide nicht essen‘, sagte Vater Evert Jan Kraaijenbrink. Er bewahrte die Körner in einer Flasche auf.
Heute sind die Getreide Teil des Denkmals auf der Rademakersbroek. Mit einem Gedicht von Garmt Stuiveling.
‚WARMES BLUT DURCHTRÄNKT UNSERE FELDER.
UND REIFER REIFTE DAS KORN HIER.
OH, DASS AUS DEM OPFER JENER HELDEN,
EINE SOLCHE ERNTE DER FREIHEIT ENTSTEHT‘.
Jedes Jahr um den 2. März wird die Hinrichtung an diesem Denkmal mit Unterstützung von Schulkindern aus Heelweg und Lintelo gewürdigt.
Zu verkaufen
Das Buch ‚Die 46 der Rademakersbroek‘ ist im Nationalmuseum für 29,50 Euro erhältlich.


Kirsten Zimmerman, Autorin des Buches, während der Signierstunde nach der Buchpräsentation.






