Raum für die neue Generation!
Raum für die neue Generation!
Gemeinsam an der Zukunft von Erinnerung und Erbe bauen
Das Nationaal Onderduikmuseum wirkt an einem internationalen Projekt mit, in dem Jugendliche, Kulturerbe-Experten, Freiwillige, Künstler und Forscher aus verschiedenen europäischen Ländern zusammenarbeiten. Gemeinsam untersuchen wir, wie Museen, Gedenkstätten und Kulturerbe-Organisationen für neue Generationen bedeutsam, zugänglich und relevant bleiben können.
Das Projekt Space for New Generations ist ein internationales Projekt, das sich auf das Kulturerbe konzentriert, das mit Krieg, Konflikt, Unterdrückung, Gedenken und gesellschaftlicher Spaltung verbunden ist. In ganz Europa ringen Organisationen mit ähnlichen Fragen:
• Wie beziehen wir junge Menschen auf eine Weise ein, die wirklich bedeutsam ist?
• Wie geben wir verschiedenen Perspektiven und Geschichten Raum?
• Wie kann das Kulturerbe helfen, aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen besser zu verstehen?
Anstatt Programme für Jugendliche zu entwickeln, arbeiten wir bei Space for New Generations mit Jugendlichen als gleichberechtigte Partner zusammen. Ihre Ideen, Erfahrungen und Einsichten sind unverzichtbar bei der Gestaltung der Zukunft von Kulturerbe und Gedenken.
Ko-Kreation
Das Projekt basiert auf Ko-Kreation, geteilter Eigenverantwortung und gegenseitigem Lernen. Jugendliche nehmen nicht als Publikum oder Beratungsgruppe teil, sondern sind Mitentwickler und Partner während des gesamten Prozesses. Ihre Perspektiven helfen nicht nur dabei, den Inhalt von Kulturerbe-Projekten zu gestalten, sondern auch die Art und Weise, wie Organisationen mit ihrem Umfeld zusammenarbeiten.
Gleichzeitig durchlaufen auch Fachkräfte und Freiwillige innerhalb der teilnehmenden Organisationen selbst einen Lernprozess. Sie untersuchen Fragen rund um Partizipation, Inklusion, Dialog, Mitsprache und organisatorischen Wandel.
Das Projekt arbeitet daher auf zwei Ebenen:
• Jugendliche bei der Entwicklung ihrer Ideen, Perspektiven und ihres Engagements unterstützen.
• Organisationen dabei unterstützen, Raum für echte Partizipation und gemeinsame Entscheidungsfindung zu schaffen.
Eine internationale Lerngemeinschaft
Teilnehmer aus unter anderem Bosnien und Herzegowina, Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Rumänien bilden zusammen diese internationale Lerngemeinschaft. Während internationaler und lokaler Begegnungen und Austausche teilen sie Erfahrungen, erkunden verschiedene Erinnerungskulturen und diskutieren aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen.
Zentrale Themen sind unter anderem:
• Erinnerung und Gedenken
• Multiperspektivität und umstrittene Geschichten
• Identität, Verbundenheit und Gemeinschaft
• Demokratie und aktives Bürgertum
• Die Rolle des Kulturerbes in der heutigen Gesellschaft
Die internationalen Treffen bieten Raum für Begegnung, Reflexion und Experimente. Dabei wird berücksichtigt, dass das Kulturerbe rund um Krieg, Konflikt und Ausgrenzung oft starke Emotionen und unterschiedliche Standpunkte hervorruft.
Lokale Treffen
Neben dem internationalen Programm entwickeln alle Partnerorganisationen auch lokale Pilotprojekte zusammen mit Jugendlichen aus ihrem eigenen Umfeld. Diese Projekte fungieren als Testfelder für neue Formen der Zusammenarbeit, Partizipation und des Storytellings.
Im Nationaal Onderduikmuseum wird dieses lokale Treffen im Herbst stattfinden.
Wir untersuchen gemeinsam mit den Jugendlichen und Kulturerbe-Organisationen, wie Geschichten, Gedenkpraktiken und Arbeitsweisen inklusiver, relevanter und zukunftssicherer werden können.
Das Projekt wird durchgeführt in Zusammenarbeit mit:
• Act!On (Niederlande) – Initiator und Projektkoordinator
• Nationaal Onderduikmuseum Aalten (Niederlande)
• Bosansko narodno pozorište Zenica (Bosnien und Herzegowina)
• Muzeul Județean de Istorie și Arheologie Maramureș, Baia Mare (Rumänien)
• NS-Dokumentationszentrum München (Deutschland)
Roadmap
Ein wichtiges Endergebnis von Space for New Generations ist die Entwicklung einer Roadmap für Ko-Kreation. Dieser praktische Leitfaden bündelt die Erfahrungen, Methoden, Erkenntnisse und Hilfsmittel, die während des Projekts entwickelt werden. Die Roadmap ist für Museen, Gedenkstätten, Archive und Kulturerbe-Organisationen gedacht, die die Zusammenarbeit mit Jugendlichen stärken wollen.
Beim Kulturerbe geht es nicht nur darum, die Vergangenheit zu verstehen. Es geht auch um die Frage, wie wir gemeinsam die Zukunft gestalten.

Die internationale Gruppe von Schülern, Lehrern und Begleitern.









