Wilhelmus Petrus de Graaff
, 30. Juli 1903 – 22. Februar 1944
Wilhelmus Petrus de Graaff,
30. Juli 1903 – 22. Februar 1944
,Berkenhover Friedhof, Grab 342
Opfer eines ‚Fehlbombenanschlags‘
Am 22. Februar 1944 führten die Alliierten einen ‚Fehlerbombenanschlag‘ auf das historische Zentrum und den Bahnhof in Nimwegen durch.
Es ist einer der heftigsten Bombenangriffe auf niederländisches Gebiet, vergleichbar mit dem deutschen Bombenangriff auf Rotterdam im Mai 1940.
Fast 800 Menschen wurden getötet, hauptsächlich zivile Opfer (die Zahl war wahrscheinlich höher, da Menschen im Versteck nicht mitgerechnet wurden). Anschließend stellte sich heraus, dass der Rangierbahnhof in Nimwegen als gezieltes Sekundärziel ausgewählt wurde, falls das Hauptziel in Deutschland nicht bombardiert werden konnte.
Unter den Opfern ist der 40-jährige Eisenbahnbeamte Wilhelmus Petrus de Graaff aus Aalten.
Wilhelmus Petrus de Graaff wurde am 30. Juli 1903 in Westervoort geboren. Sein Vater Ingen Gerrit de Graaff arbeitete als Eisenbahnangestellter. Im Alter von 16 Jahren trat Wilhelmus P. in seine Fußstapfen und wurde zudem Eisenbahnangestellter. Am 17. Januar 1929 heiratete er Dina ter Haar aus Aalten (geboren am 2. April 1908). Während der Kriegsjahre blieb Wilhelmus P. de Graaff als Eisenbahnangestellter im Amt.
Am 22. Februar absolviert er einen Eisenbahnkurs in Nimmegen. Zusammen mit anderen Schülern befindet er sich in einem Gebäude auf dem Bahnhofsgelände von Nimmegen, als am Nachmittag der Bombenangriff ausbricht. Dann wird das Gebäude von einem direkten Treffer getroffen. Der neben Wilhelmus sitzende Schüler schafft es im letzten Moment, sich in einer Panikreaktion zu retten. Alle anderen Studenten wurden getötet, darunter der 40-jährige Wilhelmus Petrus de Graaff.
Teilweise durch die persönliche Vermittlung von Bürgermeister A.J.W. Monnik wurden die sterblichen Überreste von Wilhelmus P. de Graaff nach Aalten überführt. Der Saatguthändler Bulten von der Stationsstraat in Aalten stellt einen Lastwagen zur Verfügung, auf dem ein großes rotes Kreuz gemalt wird. Am 1. März 1944 wurde Wilhelmus P. de Graaff auf dem Friedhof Berkenhove (Grab Nr. 342) beigesetzt. Er hinterlässt seine Frau Dina sowie ihren 13-jährigen Sohn und ihre 9-jährige Tochter.
Am 8. Juni 1948 wird am Bahnhof in Aalten eine Gedenktafel zum Gedenken an Wilhelmus P. de Graaff enthüllt.
Quellen:
Artikel ADW April 1995 Artikel Gedenktafel W.P de Graaff in Aalten D.W. Geesink
Archivdepot der N.V. Nederlandsche Spoorwegen in Zutphen
Archiv der Gemeinde Aalten
Aalten in Besatzungszeit B. de Joode 1946, S. 138
Er op of er onder, S. 166 und 198 C.W. Vaags
Aalten in Oorlogstijd J.G. ter Horst 1985, S. 108 und 211
Chronik der Niederlande Elsevier 1987, p. 934
Aalten wie es ist, wie es war. 1.Band 1992, S. 193 und 197
Familienmitglieder Wilhelmus P. de Graaff
Der Bombenanschlag auf Nijmegen: www. Geschichte der Bombardierung 22. Februar 1945
https://www.oorlogsdodennijmegen.nl/gebeurtenis/42d66138-d771-4448-b125-01fa56486f97
© Sammlung Nationales Versteckmuseum Aalten








