Gerrit Jan Wevers,
10. Juni 1922 – 20. März 1945
Gerrit Jan Wevers
10. Juni 1922 – 20. März 1945
Berkenhove Friedhof, Grab 382
Jan Wevers, Opfer des Bombenanschlags in Bocholt, 20. März 1945
Der 22-jährige Jan Wevers versteckt sich an verschiedenen Orten in IJzerlo oder Lintelo, weil er nicht für die Deutschen arbeiten will. Eines Abends, irgendwo im März 1945, besucht er die Familie Nijman, die am Heelweg bei Varsseveld lebt. Er ist dort, weil er mit Addie Nijman, der Tochter des Hauses, zusammen ist. Es ist schon weit nach Spertijd (20:00 Uhr), als er sich wieder zu seinem Versteck aufmacht.
In der Nähe des Wolboom versperren ihm plötzlich zwei Landwachter den Weg. Flucht ist nicht mehr möglich. Obwohl er einen Ausweis bei sich hat, kann Jan keinen Ausweis vorlegen. Einer von ihnen erkennt Jan und er wird verhaftet. Sie bringen ihn ins NSB-Viertel am Markt in Aalten. Dort wird er schwer misshandelt. Er ist so schwer beschädigt, dass er sich nicht hinlegen oder sitzen kann. Anschließend wird er ins Gefängnis in Bocholt verlegt.
Am 20. März findet ein schwerer Luftangriff auf die Stadt statt, in der auch das Gefängnis getroffen wird. Später werden seine Überreste aus den Trümmern entfernt. Jan wird mit einem Bauernwagen nach Aalten gebracht. Am Abend, an dem er beerdigt wird, muss die Prozession noch aufbrechen, da die Brücke in der Dijkstraat gesprengt wurde.
Mutter Wevers ist schwer von Trauer über den Verlust ihres Sohnes überwältigt (drei Kinder aus der Familie waren ebenfalls vor dem Krieg gestorben).
Nach der Befreiung erfährt Vater Wevers, dass Jan im NSB-Büro so schwer misshandelt wurde. Er erfährt auch, welcher Landwächter dafür verantwortlich ist.
Vergeblich wartete er mehrmals darauf, dass dieser Landwächter eine Geschichte bekam.
Quellen:
Aalten in Wartime, Autor: J.G. ter Horst.
Interview: Mrs. Willy Eugelink-Wevers
© Collection National Hiding Museum Aalten







