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Joop Levy

Joop Levys Spielzeugflugzeug

Joop Levys Spielzeugflugzeug

Ab September 1942 lebte Joop Levy gemeinsam mit seinen Eltern Philip und Elwine Levy-Meyer versteckt bei der Familie Ebbers in Lintelo. Zuerst schliefen sie in einem kleinen Zimmer im Haus, später jedoch in einem Versteck über dem Pferdestall. Auch der Sohn der Familie, Jan Ebbers, schlief dort, da er den Arbeitseinsatz verweigerte. Joop hatte keine Freunde zum Spielen und durfte das Haus nicht verlassen, was dazu führte, dass er sich sehr langweilte.

Zu seinem achten Geburtstag im Oktober 1943 erhielt Joop eine große Überraschung: Ein Kurier des Widerstands brachte ihm ein schönes hölzernes Spielzeugflugzeug. Es war von seinem Cousin Jonny Levy und dem russischen Piloten Alex Sidorov angefertigt worden, die bei der Familie Geurink in Lichtenvoorde untergetaucht waren. Sie hatten das Flugzeug aus einem alten Toilettensitz aus Holz gebaut.

Drei Wochen vor der Befreiung kam es zu einer gefährlichen Situation: Siebzig deutsche Soldaten hielten sich zwei Wochen lang auf dem Bauernhof auf. Nachts schliefen sie direkt über dem Versteck der Familie Levy. Glücklicherweise ging alles gut aus.

Übergabe an das Nationale Untertauchmuseum

Übergabe an das Nationale Untertauchmuseum

Ein Jahr nach der Befreiung fand in Joops Heimatdorf Varsseveld ein Festumzug statt. Joop nahm daran teil, verkleidet als Pilot, und trug sein Flugzeug stolz unter dem Arm. Leider gewann er keinen Preis, aber das trübte seine Freude keineswegs!

Nach einem jahrelangen „Rundflug“ durch verschiedene Museen im ganzen Land ist das Flugzeug von Joop Levy nun endgültig im Nationalen Untertauchmuseum in Aalten gelandet. Im Beisein von Joop Levy selbst sowie den Nachkommen von Jonny und der Familie Geurink wurde das Flugzeug 2016 offiziell an das Museum übergeben, wo es einen festen Platz in der Sammlung erhalten hat.

Joop Levy bezeichnet sich selbst als „Glückspilz“ und sagt: „Ein Held ist jemand, der sein Leben riskiert, ohne dafür eine Gegenleistung zu verlangen.“