Jan Tinge
(Midlaren-Zuidlaren, 1904)
Kommandant der 3. Kompanie DNB
Widerstandsheld und DNB-Kommandant
Jan Tinge, geboren am 1. Januar 1904 in Midlaren-Zuidlaren, entwickelte sich zu einer Schlüsselfigur des niederländischen Widerstands. Als Berufssoldat tauchte er 1943 unter, um der Kriegsgefangenschaft zu entgehen.
Von seinem Versteck im Achterhoek aus schließt er sich dem Widerstandsrat an und hilft entflohenen Kriegsgefangenen, sichere Adressen zu finden. Gemeinsam mit seinen Kampfgefährten gründet er Widerstandsgruppen im Achterhoek und in Twente, gibt Waffeninstruktionen und sammelt entscheidende Informationen. Tinge gelingt es, mit gefälschten Papieren und Verbindungen innerhalb des Elektrizitätsunternehmens PGEM unauffällig Nachrichten und Befehle an die Inneren Streitkräfte weiterzugeben.
Im September 1944 arbeitet er gemeinsam mit Bob Krul an der Gründung von Stoßtrupp-Bataillonen in der Region. Trotz gefährlicher Razzien und Verhaftungen innerhalb des Widerstands bleibt er aktiv. Er gehört der Spionagegruppe Albrecht an und steht in Kontakt mit dem Königshaus und den Alliierten. Im April 1945 schließt sich Tinge dem Dutch National Battalion (DNB) unter der Ersten Kanadischen Armee an.
Als Kommandant der 3. Kompanie nahm er an der Befreiung von Apeldoorn und Harderwijk teil und bewachte später deutsche Kriegsgefangene und Kriegsbeute. Nach der Auflösung des DNB kehrte er in das zivile Leben in Ede zurück und zog später nach Voorburg.
Jan Tinge verstarb am 30. Mai 1980 in Annen, doch sein heldenhafter Beitrag zur Befreiung der Niederlande bleibt ein unauslöschlicher Teil der Geschichte.







