Gerrit Klein Entink
(Aalten, 1910)
Mitglied der 1. Kompanie DNB
Große Taten als Geheimagent
Gerrit Hendrik (Gerrit) Klein Entink war während des Zweiten Weltkriegs eine Schlüsselfigur im Widerstand. Geboren am 26. Mai 1910 in Aalten, betrieb er ein Lebensmittelgeschäft in der Hogestraat. Als er sich weigerte, den deutschen Besatzern bei der Erfassung von Arbeitskräften zu helfen, schloss er sich dem Widerstand an. Sein Laden wurde geschlossen, woraufhin er untertauchte; er war fortan ständig unterwegs, stets erkennbar an seiner Baskenmütze und schwarzen Turnschuhen.
Zusammen mit Herman Lichtenberg gründete Gerrit eine militärische Widerstandsgruppe in Barlo und Lintelo, die später auf IJzerlo ausgeweitet wurde. Als Geheimagent unter dem Decknamen „Willie“ pflegte er die Kontakte zwischen verschiedenen Widerstandskämpfern und gab Waffeninstruktionen. Darüber hinaus spielte er eine entscheidende Rolle innerhalb der Spionagegruppe Albrecht. Er sammelte wertvolle Informationen über deutsche Truppenbewegungen und Sabotagerouten, die er blitzschnell an das Militair Gezag und die Alliierten weiterleitete. Auch an den gefährlichen Waffenabwürfen in Aalten war er eng beteiligt; dabei bewachte er das Gelände mit einer gezogenen Luger, bereit, bei Gefahr sofort einzugreifen.
In den letzten Kriegsmonaten arbeitete er Tag und Nacht mit dem Spionageleiter „Ko“ zusammen. Im März 1945 wagte er sich sogar mit gefälschten Papieren über die Grenze nach Deutschland. Unmittelbar nach der Befreiung der Achterhoek schloss sich Gerrit als Sergeant dem Dutch National Battalion an und half bei der weiteren Befreiung der Niederlande.
Nach dem Krieg schwieg er über seine Heldentaten, lehnte Auszeichnungen ab und mied Reutnionen. Erst 1984 besuchte er auf Drängen seiner Frau ein einziges Mal eine DNB-Versammlung. Gerrit Klein Entink verstarb am 18. Januar 1994. Seine Widerstandsarbeit bleibt ein unschätzbarer Beitrag zur Freiheit der Niederlande.







