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Gerrit Klein Entink

(Aalten, 1910)

Mitglied der 1. Kompanie DNB

Groß in Taten als Geheimagent

Gerrit Klein Entink war eine Schlüsselfigur im niederländischen Widerstand während des Zweiten Weltkriegs. 1910 in Aalten geboren, betrieb er einen Lebensmittelladen. Er trat dem Widerstand bei, nachdem er sich weigerte, den deutschen Besatzern bei der Erfassung von Arbeitskräften zu helfen. Sein Laden wurde geschlossen und er tauchte unter – stets unterwegs mit einer Baskenmütze und schwarzen Turnschuhen.

Zusammen mit Herman Lichtenberg gründete er eine militärische Widerstandsgruppe in Barlo und Lintelo, die sich später nach IJzerlo ausdehnte. Als Geheimagent unter dem Decknamen „Willie“ vermittelte er zwischen Widerstandszellen, gab Waffenunterricht und spielte eine zentrale Rolle im Spionagenetzwerk Albrecht. Er sammelte Informationen über deutsche Truppenbewegungen und Sabotagerouten und leitete diese blitzschnell an das Militärkommando und die Alliierten weiter. Bei Waffendrops in Aalten sicherte er das Gelände mit gezogener Luger.

In den letzten Kriegsmonaten arbeitete er unermüdlich mit dem Spionageleiter „Ko“ zusammen. Im März 1945 wagte er sich sogar mit gefälschten Papieren über die Grenze nach Deutschland. Nach der Befreiung trat er als Sergeant dem Dutch National Battalion bei und half bei der Befreiung der Niederlande.

Nach dem Krieg schwieg er über seine Heldentaten, lehnte Auszeichnungen ab und mied Wiedersehen – bis er 1984 auf Wunsch seiner Frau doch an einem DNB-Treffen teilnahm. Gerrit Klein Entink starb am 18. Januar 1994. Sein Widerstandseinsatz bleibt ein unschätzbarer Beitrag zur Freiheit der Niederlande.

Gerrit Klein Entink

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