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Co Hettinga

(Gaanderen, 1921)

Zugführer der 1. Kompanie DNB

Ein Leben lang gegen Unrecht

Co Hettinga war ein überzeugter Gegner des Nationalsozialismus. Das Buch Was will Hitler? bestärkte ihn in seiner Haltung. Er rief dazu auf, der Pflicht zur Anmeldung für den Arbeitsdienst (Arbeitszeinsatz) nicht Folge zu leisten. Er schloss sich dem Widerstand an, der Landelijke Organisatie (LO), Abteilung Terborg-Doetinchem.

Unter dem Decknamen „Cor“ traf er sich mit den Widerstandsführern Tante Riek, Oom Piet und Ome Jan. Er verteilte illegale Zeitungen wie Vrij Nederland und Trouw, organisierte Lebensmittelkarten und Verstecke für (jüdische) Untergetauchte und streikende Eisenbahner und sabotierte deutsche Güterwaggons in der Umgebung.

Im September 1944 wurde er Mitglied der bewaffneten Widerstandsgruppe Knokploeg Aalten. Er stellte ein eigenes lokales Platoon als Teil des kämpfenden Arms der Binnenlandse Strijdkrachten (BS) auf. Er wohnte bei Bernard und Dora Prinzen im Somsenhuus in IJzerlo, wo auch drei alliierte Piloten – Dell, Davis und Brown – versteckt waren. Als einer der Gruppenkommandanten der Widerstandsgruppe De Bark war er auch in der Spionage tätig.

Nach der Befreiung war Co Hettinga drei Monate lang einer der drei Zugführer der ersten Kompanie des Dutch National Battalion, unter dem Kommando von Jan Ket, der auch Anführer der Bark- Widerstandsgruppe war.

Nach der Auflösung des DNB trat er in den Dienst des Verteidigungsministeriums und blieb dort bis Mai 1948. 1951 heiratete Hettinga Let Huitink, mit der er fünf Söhne und drei Töchter bekam. Zeit seines Lebens engagierte sich Hettinga aktiv dafür, die Gefahren des Nationalsozialismus und Faschismus für Demokratie und Freiheit zu vermitteln – bei Gedenkveranstaltungen ebenso wie im Bildungswesen.

Co Hettinga starb am 21. Dezember 2012 in Gaanderen.

Co Hettinga

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