‘Nicht wegwerfen: Geschichten aus dem Untergrund’

Auch in diesem Jahr schließt sich das Nationale Untertauchermuseum in Aalten der gemeinsamen Aktion ‘Nicht wegwerfen’ der niederländischen Kriegs- und Erinnerungszentren an und veranstaltet am Samstag, den 2. Mai 2015, einen Tag der offenen Tür. Dieser Tag soll ganz im Motto ‘Untertauchen’ stehen. Dabei hoffen wir auf schöne, aufrüttelnde, erschütternde und unerwartete Geschichten, auf Briefe, Gegenstände, Geschenke, Fotos und was sonst noch aus dieser Zeit bewahrt blieb. Lesen Sie hierzu weiter im Internet unter www.actienietweggooien.nl.

Im Nationalen Untertauchermuseum wollen wir das Augenmerk auf die unterschiedlichen Gruppierungen von Menschen legen, die durch das Untertauchen miteinander in Kontakt kamen. Da gab es beispielsweise die Untergetauchten und die Familie, die sie versteckte. Aus dieser Beziehung entstanden oft starke Verbindungen zwischen den betroffenen Familien. Manchmal klappte es hervorragend, und es bestand eine unwiderstehliche Anziehungskraft zwischen den Betroffenen.

Verhalen over de onderduik

Manchmal lief es weniger entspannt, nicht nur wegen der Gefahren des Krieges mit Alarm, fallenden Bomben und Razzien, sondern auch wegen der aufeinanderprallenden Charaktere oder der unterschiedlichen kulturellen Hintergründe. Der große Unterschied in der Herkunft war andererseits oft auch eine Bereicherung und eine Verbreiterung des Horizonts der bis dahin geschlossenen Gemeinschaft (Achterhoeker gegen Amsterdamer; in jener Zeit ein Unterschied wie Tag und Nacht). Viele Kontakte blieben bis auf den heutigen Tag bestehen.

Heute möchten wir auch einen Aufruf an die Bevölkerung jenseits der Grenze richten: Wie ging man in Deutschland mit Untergetauchten um? Wie wurde ihnen geholfen? Oder wurden sie abgewiesen? Wie kamen sie über die Grenze?

Besitzen Sie zu Hause noch Fotos von Verstecken Untergetauchter oder von Bunkern, die Ihnen im Zweiten Weltkrieg Schutz boten? Oder kennen Sie eine Geschichte über Untergrundarbeit, Untergetauchte, Widerstand oder auch Kollaboration? Oder vielleicht auch einfach nur eine Geschichte über das ganz gewöhnliche Leben in der ungewöhnlichen Zeit des Zweiten Weltkrieges, wie z.B. über den Umgang mit deutschen Familienangehörigen, die ganz in der Nähe, aber an der anderen Seite der Grenze wohnten? Es kann sich dabei um eine Geschichte handeln, die Sie selbst erlebt haben, die sie von ihren Eltern oder Großeltern gehört haben oder von der früher zu Hause immer gesprochen wurde. Gern würden wir Ihre Geschichten hören, aufzeichnen oder Ihre Aufzeichnungen in Empfang nehmen. Auch Gegenstände und Fotos sind uns immer herzlich willkommen.

Am Samstag, den 2. Mai, warten unsere Mitarbeiter zwischen 10.30 Uhr und 15.00 Uhr darauf, Ihre Berichte, Fotos und/oder Gegenstände in Empfang zu nehmen. Im Zusammenhang mit diesem Thema ist bei uns im Nationalen Untertauchermuseum am 2. Mai um 17.15 Uhr, am 3. Mai um 11.30 Uhr und am 4. Mai um 21.00 Uhr eine Vorstellung der Theatergruppe „Grey Vibes“ zu sehen. Die Truppe findet die Inspiration für ihr Spiel im Standort Markt 12. Die Thematik rund um Krieg, Untertauchen und das Treffen von Entscheidungen wird von den Akteuren vertieft und theatralisch dargestellt.

Das Publikum ist eingeladen, mit den Schauspielern zu erforschen, was ein unfreies Zusammenleben für den Menschen, die Familie und die Gesellschaft bedeutet. Der Eintrittskarten zum Preis von € 4,00 erhalten Sie im Museum. Bei Vorlage einer gültigen Eintrittskarte für das Museum ist der Zugang zur Theatervorstellung kostenlos.

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Jennie Kempink - Onthulling liberationkei