Untertauchermuseum zeigt eindruckweckendes Programm

Freitag, 27. März war wieder ein besonderer Tag für das Nationale Untertauchermuseum in Aalten. Im Rahmen einer Feierstunde mit geladenen Gästen wurde zunächst das Buch “Hallo, ken je mij niet meer / Hallo, kennst du mich nicht mehr” von Ivy Philips veröffentlicht. Er erzählt in diesem Buch über seine Erlebnisse während seiner Zeit als Untergetauchter in der Dinxperloer Heurne während des Zweiten Weltkrieges.

Danach wurde die neue “Untertaucherroute Aalten und Dinxperlo” offiziell eröffnet. Die ersten Exemplare dieser Radwander- und Autoroute wurden drei damals in Aalten untergetauchten Personen überreicht, und zwar Ivy Philips, seiner Cousine Betty Heijmans-Frankenhuis, die ebenfalls in De Heurne versteckt den Krieg überlebt hat und Arie Boerefijn. Er heiratete nach dem Krieg die Tochter des Bauern, der ihn versteckte und ist in Aalten geblieben.

Das Nationale Untertauchermuseum arbeitete die Route zusammen mit der Stiftung “Bewaer ’t Olde / Bewahre das Alte” aus. Finanzielle Unterstützung kam von der Gemeinde Aalten, weshalb Ratsherr Ted Kok auch anwesend war und den Mitgliedern der Arbeitsgruppe “Aalten Bevrijd / Aalten befreit”-Nadeln’ überreichte.

Im Anschluss daran wurde der Befreiungs-Erzählstein auf dem Innenhof des Museums enthüllt. Er erzählt die außergewöhnliche Geschichte des Hauses “Markt 12” während des Zweiten Weltkrieges. Femke Kurstjens von der Organisation “Liberation Route Europe (LRE)” verdeutlichte in ihrer Enthüllungsrede, dass dieser Stein ein Bindeglied in einer Route auf den Spuren der alliierten Befreier sei und von Nordfrankreich über Belgien, die Niederlande und Deutschland bis nach Nordpolen führt. Nach ihrer Rede enthüllte sie zusammen mit Jennie Kempink, die seinerzeit mit ihrer Schwester und ihren Eltern im Haus “Markt 12” wohnte und dem Ratsherrn Ted Kok den Erzählstein. Die neue Untertaucher-Route ist beim Fremdenverkehrsverein VVV in Aalten und Dinxperlo zum Preis von € 1,95 erhältlich.

Jennie Kempink - Onthulling liberationkei

Auch auf dem Gebiet des Theaterspiels beschäftigt sich das Nationale Untertauchermuseum mit der Thematik “Krieg und Befreiung”. Huug Haytink, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Museums, schrieb die Gemeinschaftsproduktion “Bevrijding! Waarvan ook alweer? / Befreiung! Wovon noch mal?” und führte Regie. Es geht hier um ein multimediales Spektakel, in dem Theaterspiel und Filmfragmente einander folgen, unterstützt durch Live-Gesang und –Musik, immer wieder unterbrochen durch an das Publikum gerichtete Besinnungsmomente und Gewissensfragen. Das Stück wurde am 30. und 31. März in “De Pol” in Aalten aufgeführt und führte zu Beifallsstürmen im ausverkauften Saal. Am 5. Mai wird das Stück noch ein letztes Mal als Ouvertüre zum Befreiungskonzert des Musikvereins “De Eendracht” aufgeführt. Karten sind im Vorverkauf erhältlich beim Fremdenverkehrsverein Aalten und Dinxperlo sowie beim Buchhandel Messink und Prinsen und bei Meneer Kees in Aalten.

Zudem ist auch im Museum selbst Theater zu sehen, und zwar am 2., 3. und 4. Mai. “Hoe? Zo! Nu/Toen – Wie? So!, Heute / Damals” wird gezeigt durch die Theater-AG Grey Vibes und handelt von Entscheidungsfragen, die es sowohl in Kriegszeiten wie auch jetzt gibt. Gemeinsam mit der Regisseurin Tineke Ubbels erklärt die Theatergruppe die Thematik rund um Krieg, Untertauchen und Entscheidungen treffen nach der Vorstellung. Genau wie im vergangenen Jahr untermalt die junge Saxofonistin Selena Kranenborg die Vorstellung. Kartenvorbestellungen sind dringend erforderlich, da das Platzangebot beschränkt ist. Voll = voll!

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