Museum Aalten und Grenzhoppers

Europabüro #Bocholt: Viele Projektideen zur 2. Plenarsitzung der „Grenzhoppers“: 60 niederländische und deutsche Vertreter trafen sich im Bocholter TextilWerk

Bocholt (EUBOH) „An einem besonderen Ort findet Ihre „Grenzhoppers“-Sitzung statt, nämlich im neuen Kulturquartier an der Bocholter Aa und Industriestraße – kurz kubaai.“, mit diesen Worten begrüßte der Erste Stadtrat Thomas Waschki die 60 Gäste in der Sky Lounge im LWL-TextilWerk. Die Vertreter von Kommunen, Museen und Institutionen trafen sich hier zur zweiten Plenarsitzung im Rahmen des deutsch-niederländischen Netzwerk „Grenzhoppers“. Gastgeber war dieses Mal auf deutscher Seite die Stadt Bocholt. Die erste Sitzung fand in Winterswijk (Niederlande) statt.

Thema der jetzigen Plenarsitzung am Mittwoch, 22. März 2017 war die deutsch-niederländische Zusammenarbeit, z. B. mit ihren interkulturellen Unterschieden, sowie die Vorstellung der konkreten Projektideen aus den einzelnen Arbeitsgruppen. Außerdem durften die Anwesenden ihre Ideen zu einem Logo für die „Grenzhoppers“ aufs Papier bringen.

Vier Arbeitsgruppen bei den „Grenzhoppers“

Inzwischen gehören fast 100 Personen, die in der Regel hauptamtlich bei den Kommunen, Museen, Verbänden und Institutionen tätig sind, zum grenzüberschreitenden Netzwerk „Grenzhoppers“. Innerhalb des Netzwerks gibt es vier Arbeitsgruppen – Tourismus, Wirtschaft, Kultur & Bildung sowie Sport & Gesundheit – die sich mit der Erarbeitung konkreter Projektideen für die deutsch-niederländische Zusammenarbeit in der Regio Achterhoek und dem Kreis Borken engagieren.

SeptemberKunst, Frauen-Fußball-EM und vieles mehr

Grenzhoppers 1

Der Sprecher aus jeder Arbeitsgruppe stellt an diesem Nachmittag eine oder auch mehrere konkrete Projektideen vor. So gibt es seitens der Arbeitsgruppe Wirtschaft die Idee, z. b. den 3 D-Druck bekannter zu machen. Die Arbeitsgruppe Tourismus möchte in diesem Jahr eine Messe für alle Touristiker – Gastronomen, Hoteliers, VVV’s – grenzüberschreitend organisieren. Die Arbeitsgruppe Kultur & Bildung wird im September das Kunstprojekt „SeptemberKunst“, das bisher allein in Aalten stattfand, grenzüberschreitend organisieren. So werden dann nicht nur Ateliers in der niederländischen Nachbargemeinde, sondern auch in Bocholt besucht werden können. Außerdem stellen alle teilnehmenden Künstler ihre Werke sowohl in der Koppelkirche in Bredevoort als auch im alten Herding-Gebäude auf dem kubaai-Gelände aus. Die Arbeitsgruppe Sport & Gesundheit wird im Zeichen der „Grenzhoppers“ ein großes Mädchen- und Frauenfußballturnier in Zusammenarbeit mit Winterswijk ausrichten. Diese Idee wurde anlässlich der in den Niederlanden stattfindenden Frauen-Fußball-Europameisterschaft geboren.

Chancen und Herausforderungen bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

Dr. Christoph Thesing vom „Zentrum für Niederlande-Studien (ZNS)“ im Haus der Niederlande, Münster, referierte zur den Chancen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Das ZNS befasst sich fächerübergreifend mit den Niederlanden und Deutschland sowie den Beziehungen zwischen diesen Ländern. Dr. Thesing ging insbesondere auf die besondere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern ein, die seit vielen Jahren zu den besten der Welt gehört, ein. Er bot den Anwesenden in diesem Zusammenhang an, dass das ZNS z. B. Praktikanten für die deutsch-niederländische Zusammenarbeit vermitteln kann. Seit dem 15. Mai 1995 offiziell als „Haus der Niederlande im Krameramtshaus“ eröffnet wurde, sind in diesem Gebäude drei Einrichtungen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), die sich mit den Niederlanden beschäftigen, untergebracht. Er stellte aber auch mögliche Probleme in der Zusammenarbeit vor, so z. B. die Sprache oder die interkulturellen Unterschiede.

Interkulturelle Unterschiede im Alltag

Sonja Hüls, Entspannungstrainerin und Unternehmerin, und Nicky Eppich, Beauftragte für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Gemeinden Winterswijk und Oost Gelre (Niederlande) gingen in ihrem Vortrag auf die interkulturellen Unterschiede im Alltag und der Sprache ein. Insbesondere die formelle Art der Deutschen und die eher informelle Art der Niederlande waren ein Thema. Aber auch das „Duzen und Siezen“ oder auch der Umgang zwischen Chef und Mitarbeiter leuchteten die beiden. Aufmerksam wurden die Zuhörer auch bei der Erklärung, dass innerhalb von Projekten auch schon einmal die Wege zum Ziel geändert würden. Hier braucht es das Verständnis von beiden Seiten, so die Referentinnen, um das gewünschte Ziel am Ende gemeinsam zu erreichen.

Netzwerken und Borrel

Viel Zeit für persönliche Gespräche zur konkreten weiteren Projektentwicklung hatten die Anwesenden beim Speeddating und abschließenden Borrel. Diese typisch niederländische Sitte, nach getaner Arbeit in Ruhe noch einen gemütlichen Umtrunk zu genießen und letzte Gespräche zu führen, bildete auch den Abschluss der zweiten Plenarsitzung der „Grenzhoppers“.

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Das Grenzhoppers Lied

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