Gib den Namen ein Gesicht – Rademakersbroek

2.  März 2022 bis 5. März 2023

Massen-Exekution

Am 2. März 1945 kommt es zu einem dramatischen Ereignis. Nach einer missglückten Aktion der niederländischen Widerstandsbewegung, bei der vier deutsche Soldaten den Tod fanden, werden 46 Zivilisten auf einem Kornacker am Rademakersbroek bei Varsseveld hingerichtet. Es handelt sich um sogenannte “Todeskandidaten”, die aus dem Gefängnis “De Kruisberg“ in Doetinchem geholt wurden und von überall her in den Niederlanden stammen.. Der Jüngste ist erst 18 Jahre alt, der Älteste 65 Jahre.

Gib den Namen ein Gesicht 

Bis vor kurzem kannten wir nur ihre Namen. Aber wer waren diese Männer? Woher kamen sie? Welche Rolle spielten sie im Widerstand? Das Nationaal Onderduikmuseum erforscht ihre Geschichte seit Jahren. Durch die Ausstellung über das Drama vom Rademakersbroek bekommen die Männer endlich ein Gesicht. 

Zur Ausstellung wurde eine (deutsch-niederländische) Audiotour und ein Bildungsprogramm für die Schulen entwickelt. 

Künstler 

Auch diese Ausstellung wurde von Künstlern mitgestaltet. So zeichnet Berna Bonekamp (Gendringen) verantwortlich für das Design. Der aus Aalten stammende Musiker/Pianist Matthijs Stronks wurde gebeten, ein zeitgenössisches Requiem zur Ausstellung zu komponieren. Thea Zweerink (Varsseveld) hat ein Atelier in der Zelle des “Kruisberg-Gefängnisses”, in der einer der Hingerichteten eingesperrt war. Dort fertigte sie ihre außergewöhnliche Serie von Porträts der Männer an, die in der Marktkamer des Museums gezeigt wird. Ferner arbeiteten auch die Künstlerin Astrid Dekkers (Den Haag) und  die Wortkünstlerin Judith von Thora (Bocholt) an der Ausstellung mit. 

Weitere Informationen unter:

www.de46vanhetrademakersbroek.nl

www.ogs.nl