Euregio-Projekt: Unterwegs/Onderweg

Das Euregio-Projekt „Unterwegs“ läuft unter dem Motto „Gleichheit, Freiheit und Menschlichkeit“. „Grenzen öffnen“ bedeutet auch in diesem Projekt, eine Begegnung, ein Austauschen und Miteinander von niederländischen und deutschen Schülerinnen und Schülern. So sollen sich im Rahmen des Projektes deutsche und niederländische Schülerinnen und Schüler an drei verschiedenen kulturellen Orten begegnen und gemeinsam kreativ werden und Bilder, Skulpturen, Comics, Plakate und ähnliches gemeinsam erstellen und gestalten. Die Kunstwerke werden am Ende in einer Wanderausstellung, die in den Schulen und den besuchten Museen gezeigt wird, präsentiert.

Allen drei Orten ist eine gelebte Menschlichkeit und Toleranz gemein. Das Pankok-Museum / Haus Esselt beherbergt den gesamten Nachlass des Künstlers Otto Pankok und seiner Familie. Im Museum werden in wechselnde Ausstellungen Werke des Künstlers gezeigt, der sich zu Lebzeiten immer für Minderheiten eingesetzt hat und dafür von dem damals herrschenden NS-Regime Malverbot erhielt und ein Teil seines Werkes vom Regime als „entartet“ deklariert wurde. Porträts und Landschafts- und Tiergemälde gehören zu den Kernthemen seines Werkes. Seine Techniken sind neben der Kohlemalerei, diverse Drucktechniken wie der Holzschnitt, Radierungen, Lithographien etc. und die Anfertigung von Bronzeskulpturen. (Internetseite: https://www.pankok-museum-esselt.de)

Im ‚Humberghaus’ in Dingden tauchen die Besucherinnen und Besucher ein in die Geschichte einer jüdischen Familie zuzeiten des NS-Regimes. Eindrücklich wird dort am Beispiel der deutschen Familie Humberg vermittelt, wie jüdische Familien von deutschen Bürgerinnen und Bürgern, die einen festen Platz in der Gesellschaft hatten, zu Außenseiterinnen und Außenseitern degradiert worden und dabei einer massiven Verfolgung ausgesetzt worden, die schließlich im Holocaust endete. (Internetseite: http://www.humberghaus.de)

Markt 12 ist die Adresse des Aaltener Hauses mit einer besonderen Geschichte. Interaktiv kann man hier ‘den ganzen Krieg unter einem Dach’ durch die Geschichten der Einwohner während des II. Weltkrieges erleben: Eine Familie mit zwei kleinen Kindern, der deutsche Ortskommandantur und die Untergetauchten. Bei Fliegeralarm suchten auch die Nachbarn im Keller Schutz. Als “Untertaucherdorf” beherbergte der Grenzort Aalten in Relation zur Bevölkerung Niederlande-weit die meisten Untertaucher während des II. Weltkrieges. Das besondere an dem Ort ist die historische Authentizität. In dem Haus, Markt 12, tauchten tatsächlich Menschen unter und diese Räume sind auch heute noch zu besichtigen.

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