Ein Körnchen der verlorenen Zeit – Erinnerung an die jüdischen Einwohner von Bredevoort

EINLADUNG zur Lesung von JENNA TAS

Für die Gönner der Stiftung ‘Vrienden van de Aaltense Synagoge’/‘Freunde der Aaltener Synagoge’

Auch andere Interessenten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten.

‘Ein Körnchen der verlorenen Zeit – Erinnerung an die jüdischen Einwohner von Bredevoort’

Donnerstag, 29. September, Anfang 20.00 Uhr, Einlaß ab 19.30 Uhr

Während dieses Abends für Mitglieder und Gönner der Stiftung ‘Vrienden van de Aaltense synagoge‘ wird die Künstlerin Jenna Tas ihr Projekt ‘Ein Körnchen der verlorenen Zeit‘ an Hand von bemerkenswerten Fotos und Projektionen präsentieren. Diese Zusammenkunft wird in der Eingangshalle der Aaltener Museen, Markt 12-14, Aalten, gehalten.

Nicht nur in Aalten, sondern auch in Bredevoort haben in der Vergangenheit jüdische Familien gewohnt. Eine Anzahl von ihnen liegt auf dem kleinen jüdischen Friedhof an der Prins Mauritsstraat begraben. Der letzte von ihnen verstarb im Jahre 1938. 1996 hat die Rotterdamer Künstlerin Jenna Tas zwölf sogenannte Rubbings gemacht. Das sind Abdrücke auf Textil von den Grabsteinen auf dem jüdischen Friedhof in Bredevoort. Sie nannte ihr Projekt ‘Ein Körnchen der verlorenen Zeit, weil es ihr Ziel war, die Vergangenheit der jüdischen Gemeinschaft in Bredevoort nach der Zeitspanne eines Menschenlebens noch einmal in Erinnerung zu bringen. Die Grabinschriften, die auf den Rubbings viel besser lesbar sind als auf den verwitterten Grabsteinen, zeigen rührende Bilder einfacher Menschen, wie sie durch ihre Nächsten geehrt wurden.

Vor einigen Jahren hat Jenna Tas ihre Rubbings der Stiftung ‘Vrienden van de Aaltense Synagoge’ übereignet, die sie den Aaltener Museen überließ. In diesem Herbst, vom 9. September bis zum 27. November, sind sie im Museum im Rahmen der Ausstellung ‘Rubbings en Rituelen‘/‘Rubbings und Rituale‘ zu sehen. Als stille Zeitzeugen umgeben sie Tische, die für den Sabbat und die Sedermahlzeit gedeckt sind sowie Modelle von mehreren Synagogen in der Grenzregion. Eins davon ist das erst kürzlich durch Wim Hofs angefertigte Modell der Aaltener Synagoge

Rechts sehen Sie die Abbildung des Rubbings, das Jenna Tas vom Grabstein von Sara van Gelder-Sander anfertigte. Sie starb am 25. September 1938 in Bredevoort im Alter von 89 Jahren, fünf Monate nach ihrem Bruder Levi Sander. Sie war die letzte Angehörige der jüdischen Gemeinschaft in Bredevoort. Der hebräische Text auf dem Grabstein bedeutet:

Hier ist geborgen
Sara, Tochter des Naftali,
die geboren wurde von Beile.
Sie starb am Tag vor  Rosh Hashana (1) 5699
T.N.Ts.B.H.

Sara Sander
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