Die Frau als Dreh- und Angelpunkt des Widerstands

Vom 5. Oktober 2018 bis zum 26. Mai 2019 ist im Nationalen Untertauchermuseum in Aalten die Ausstellung ‘De vrouw als spil van het verzet’ / ‘Die Frau als Dreh- und Angelpunkt des Widerstands’ zu sehen.

In dieser Ausstellung steht die Rolle der Frauen in der Widerstandsbewegung während des Zweiten Weltkrieges im Mittelpunkt. Frauen spielten eine wesentliche Rolle als ‘Manager’ des Widerstands. Sie wirkten meist im Schatten ihrer Ehemänner und Väter, und vor allem nach dem Krieg blieb ihre Arbeit weitgehend unbeachtet. Anhand von bisher unveröffentlichten Quellen, wie Interviews, Briefen, Tagebüchern, Objekten und Fotografien kommen einige der beteiligten Frauen aus dem Schatten der Geschichte, die sich lange Zeit nur auf die Rolle der männlichen Widerstandskämpfer konzentrierte.

So liegt der Fokus u.a. auf Heleen Kuipers-Rietberg (alias Tante Riek) aus Winterswijk. Sie war Mitbegründerin des nationalen Hilfsnetzwerks für untergetauchte Personen (LO) und wurde zu einer der bekanntesten niederländischen. Ferner werden Minnie und Gerrie Jolink (auch bekannt als Damen Jolink) vorgestellt, zwei Schwestern aus Varsseveld, die unzähligen untergetauchten Menschen ein sicheres Versteck geboten haben und dies wie Helen Kuiperes-Rietberg mit dem Tod bezahlt haben. Neben diesen weiblichen Führern im Widerstand wird auch an die jungen Frauen erinnert, die als Töchter ihren Eltern bei der Widerstandstätigkeit halfen: Die drei ältesten Töchter des Aaltener Widerstandskämpfers Jan Wikkerink, Jo, Hennie und Lien, die Schwestern Willemien und Willy Satter aus Sinderen sowie Mia Lelivelt aus Lichtenvoorde.

Aber auch der Widerstand auf deutscher Seite hat seinen Platz in dieser Ausstellung. Die Bocholterin Antonia Brüning, Hanni Meis, die Frau des Suderwicker Pfarrers, die Journalistin Hulda Pankok-Droste, Frau des Malers Otto Pankok und die Dürener Gräfin Maria Stolberg zu Stolberg brauchen ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen.

Die bildende Künstlerin Thea Zweerink aus Varsseveld wurde gebeten, einige dieser Frauen auf die für sie so charakteristische Art und Weise darzustellen und ihnen für diese Ausstellung ein ‚zeitgenössisches‘ Gesicht zu geben.

Neben ‘De vrouw als spil van het verzet’ zeigt das Untertauchermuseum gleichzeitig die Wanderausstellung ‘Palette des Widerstands – Mutige Frauen damals und heute’, basierend auf dem gleichnamigen Buch von Simone Jacobs. Diese Ausstellung wurde auf Initiative der Stiftung Aletta zusammengestellt. Sie porträtiert fünf noch lebende Frauen, die während des zweiten Weltkrieges im Widerstand aktiv waren sowie neun Frauen, die sich nach Meinung der Stiftung Aletta nach dem Krieg durch mutigen Widerstand hervortaten.

Das Nationale Untertauchermuseum sieht sich als Wissenszentrum und befasst sich einziges Museum in den Niederlanden mit der Bürgerperspektive und den Entscheidungen, die Bürger vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg in Bezug auf Freiheit und Widerstand zu treffen haben. Das Museum nutzt die Geschichten von damals, um die Diskussion heute weiterzuführen.

Jeden dritten Donnerstag im Monat wird ein Vortrag oder eine Filmvorführung zum Thema Widerstand organisiert. Aktuelle Daten, Themen und Referenten finden Sie unter www.nationaalonderduikmuseum.nl.

Die Ausstellung ‘De vrouw als spil van het verzet’ ist Teil der Aktivitäten im Rahmen von ‘2018 – Jahr des Widerstands’ und wird bezuschusst durch das niederländische Ministerium für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport, die Provinz Gelderland und die Gemeinde Aalten.

Möchten Sie weitere Informationen oder haben Sie Fragen, nehmen Sie bitte Kontakt auf mit Maaike Kool, Tel. 0031 6 12113384 oder mit dem Sekretariat des Untertauchermuseums, Tel. 0031 543 471797.

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