Ausstellung „Kind der Freiheit“

Noch bis zum 30. Mai 2021 im Nationaal Onderduikmuseum in Aalten

Die Feierlichkeiten zum Jubiläum von 75 Jahren Freiheit stehen im niederländischen Achterhoek unter dem zentralen Thema ‘Gemeinsam feiern wir Freiheit und Frieden’. Der Schwerpunkt liegt dabei weniger auf der militärischen Auseinandersetzung als vielmehr auf 75 Jahre Freiheit auf beiden Seiten der deutsch-niederländischen Grenze. Die Ausstellung wurde als Teil des grenzüberschreitenden Regionalprogramms ‘Gelderland Gedenkt’ zusammengestellt durch das Nationaal Onderduikmuseum in Aalten.

Persönliche Geschichten

In der Ausstellung ‘Kind der Freiheit’ werden persönliche Geschichten von damals mit aktuellen Geschichten verbunden. Dabei handelt es sich um Geschichten von Kindern, die erfahren mussten, dass Freiheit nicht selbstverständlich ist und die anderen davon erzählen wollen. Geschichten von vor 75 Jahren werden ergänzt durch Nachkriegsgeschichten, wie der Geschichte von Ghassan, der vor kurzem vor dem Krieg in Syrien geflohen ist und in den Niederlanden ein sicheres Zuhause gefunden hat. Die zentrale Ausstellung kann man im Nationaal Onderduikmuseum am Markt in Aalten besichtigen. Die Ausstellung wurde noch um lokale Geschichten erweitert.

Kind der Freiheit

Die Ausstellung ist unterteilt in drei Themen mit neun Hauptpersonen, die über den Wert von Freiheit sprechen und wie sie diese weitergeben.

Thema 1 – Wo bin ich zu Hause?
Joseph Tetelepta (1948), Sohn eines molukkischen Soldaten in der niederländischen Ostindien-Armee (KNIL), kommt 1951 nach dem Ende des blutigen Kriegs in Niederländisch-Indien mit seinen Eltern in die Niederlande. Rudi Ostermann (1940), wurde nach Kriegsende als Kind mit seinen Eltern und Schwestern aus dem Land gejagt, nur weil sein Großvater einen deutschen Pass hatte.. Ate Meijer (2003) wächst im Frieden auf und macht mit ihren Eltern zwei Weltreisen, wobei sie lernt, dass Frieden überall anders erlebt wird.

Thema 2 – Narben bleiben:
Dik de Boef (1940) erlebte als kleiner Junge die Bombardierung von Arnhem. Er wurde verschüttet und musste stundenlang unter den Trümmern ausharren, bevor er gerettet wurde. Hubert Meenen (1936), Sohn eines gefallenen Frontsoldaten, erlebte angstvolle Augenblicke als sein Wohnort Emmerich bei einem Bombenangriff zu 92% zerstört wurde. Ghassan Aleleiwi (2007) erlebte bewusst die Flucht seiner früher wohlhabenden Familie aus dem kriegszerstörten Syrien mit. Bei ihrer gefahrvollen Flucht über das Mittelmeer mussten sie alles zurücklassen.

Thema 3 – Ich und der andere:
Sallo van Gelder (1937) und seine Rettung als jüdischer Junge während der Deportation nach Westerbork durch eine Widerstandskämpferin, die sich als Nonne verkleidet hatte. Ruth Humberg (1938), deren jüdische Familie voll integriert in der Dorfgemeinschaft im deutschen Dorf Dingden lebt, bis die Kristallnacht dies abrupt beendet und die Familie fliehen muss. Monique B. (1965) aus Rotterdam, die als Mädchen als ‘mof’ beschimpft wird, weil sie deutsche Großeltern hat. Es verletzte sie zutiefst und richtete ihre Aufmerksamkeit auf die oft oberflächliche Bewertung von Werten wie gut oder böse, Nationalität oder Identität.

Zusätzlich:

  • Die Geschichte von Prinzessin Margriet – geboren im freien Kanada, dem Land, aus dem die Befreier kamen;
  • Die Geschichte von Rosanna Lohuis, erste Kinderbürgermeisterin von Aalten, vermittelt deren Wunsch nach Frieden und Freiheit.
Kind der Freiheit
Recent Posts
Contact

Stel hier uw vraag en wij beantwoorden deze zo snel als mogelijk.

0
Euregionale project ‘Unterwegs/Onderweg’Anne Frank Vrijheidsboom geplant in Aalten